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Das Leben ist zu kurz für negative Gedanken


Es kommt immer mal vor, dass man einen Tag erwischt, der nicht so das ist, was man als „das Gelbe vom Ei“ bezeichnet. Dann hadern wir mit uns und mit der Welt. In meinem Blog möchte ich Dir Gedanken anbieten, die Dir neue Inspirationen und neue Blickwinkel geben, Dich nachdenken lassen, Dir aber auch das eine oder andere Mal ein Lächeln ins Gesicht und Leichtigkeit in den Tag zaubern. Heute ist ein guter Tag!


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01.03.2023

Uterus bicornis und dein Kinderwunsch

Wenn du „Uterus bicornis“ googelst, kommt als erstes „Uterusfehlbildung“.
Nun stellt sich sofort die Frage: Kannst du damit schwanger werden?
Um genau diese Frage kümmere ich mich heute.

Natürlich habe ich während meiner Hebammenausbildung alles über Uterusfehlbildungen gelernt und auch einige Frauen kennengelernt, die mit einer „anderen“ Gebärmutter schwanger und Mutter geworden sind.

Normalerweise ist die Gebärmutter von der Form her wie eine Birne, die auf dem Stiel steht. Bei einem Uterus bicornis ist in der Mitte der Gebärmutteroberkante eine Einkerbung, wodurch zwei „Hörner“ entstehen. Daher der Name.

Es gibt hier unterschiedliche Ausprägungen, aber darauf möchte ich jetzt gar nicht so explizit eingehen.
Geht es um die Einkerbung, sieht die Gebärmutter aus wie ein Herz.

Ist es nicht eine schöne Vorstellung, als Kinderseele sich erst in Mamas Herz einzunisten und wenn sie sich richtig in die Vorstellung schwanger zu werden verliebt hat, sich in der herzförmigen Gebärmutter einzunisten?
Ich finde die Vorstellung sehr verlockend.

Nun habe ich vor ein paar Tagen mit einer guten Bekannten telefoniert, die mir berichtete, dass Hunde einen Uterus bicornis haben. Einfach so. Gehört so.
Und sie erzählte mir das so erfrischend entspannt, da es bei ihrer Hunderasse total normal ist. Ob es nur bei ihrer Rasse oder bei allen Hunden ist, weiß ich nicht, ist aber auch völlig unerheblich.

Mir ging es darum, dass sie es ganz selbstverständlich erzählte und ich zusammenzuckte.

Und warum zuckte ich zusammen?
Weil ich die Aussage „Bei einem Uterus bicornis handelt es sich um eine Uterusfehlbildung“ im Kopf hatte.

Das fand ich nun echt spannend.
Kein Mensch kommt beim Hund auf die Idee, dass es eine „Uterusfehlbildung“ sei. Und schon überhaupt keiner kommt auf die Idee, dass sich ein Hund damit nicht fortpflanzen könne.

Zugegebenermaßen ist es beim Hund scheinbar ganz normal, bei der Frau aber nicht, weil hier „normal“ eben birnenförmig ist.

Wie wäre es, wenn wir nun eine andere Form einfach nur als „andere Form“ wahrnehmen würden ohne den Ausdruck der Fehlbildung? Was macht es mit meinem Gefühl, wenn ich eine „anders geformte“, eine „herzförmige“ Gebärmutter habe, anstatt einer Fehlbildung?

Warum kann ich nicht einfach annehmen, dass das, was bei Hunden ja problemlos klappt, beim Menschen genauso problemlos klappt.

Vielleicht muss man manchmal einfach mal kein Problem draus machen.



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