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Das Leben ist zu kurz für negative Gedanken
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02.04.2026
Deine Fehlgeburt vergisst du nie
Für wenige ist es ein Ereignis, das abgetan wird mit der Äußerung „kann ja mal passieren“.
Für die meisten, die mir begegnet sind, ist es ein Ereignis, an das sie sich sein Leben lang erinnern.
Du freust dich auf dein Baby, kannst dein Glück kaum fassen, dass dein Wunsch endlich Wirklichkeit wird. Kaum realisierst du, was da gerade in dir passiert, ist das Glück auch schon wieder zuende. Du verlierst dein Baby.
Ich habe schon Frauen erlebt, die sich erst 30 Jahre später getraut haben, von dem Verlust zu berichten, sich aber noch sehr genau daran erinnert haben.
Was man vielleicht später nicht mehr so gut in Erinnerung hat, ist vielleicht das Jahr, der Monat, der Tag, die Schwangerschaftswoche. Meist erinnert man sich eher an den errechneten Entbindungstermin, ganz sicher aber an die Emotionen, die man damals empfunden hat.
Gar nicht so sehr die Zahlen, Daten, Fakten.
Aber an die Emotionen fast immer. Wie deine Ärztin dir mitgeteilt hat, dass dein Baby nicht mehr lebt, was du dann tun solltest, ob abwarten oder zur Ausschabung ins Krankenhaus fahren. All diese Details können mir die Frauen berichten.
Und auch mir geht es nicht anders. Ich muss manchmal auch nachrechnen, wann ich mit welchem Kind schwanger war. Bei dem einen weiß ich, wann es gegangen ist, bei dem anderen wann ich schwanger geworden bin und beim nächsten, weiß ich den Entbindungstermin. Bei allen dreien kann ich aber genau sagen, was ich jeweils empfunden habe. Wie ich ärztlich betreut wurde und was passiert ist.
Und genau diese emotionalen Details machen die Verarbeitung manchmal so schwierig und auf der anderen Seite aber auch so wichtig. Oftmals versuchen wir zu verstehen, was passiert ist, um es zu verarbeiten. Aber was wir emotional erleben, sollten wir auch emotional verarbeiten. Das kann der Verstand nicht.
Genau diese Empfindungen können auch den weiteren Kinderwunsch mitbestimmen.
Nicht nur bei Frauen, bei den werdenden Vätern ebenso. Für manch einen Mann ist der Verlust so traumatisch, dass er sagt „Das will ich nie wieder erleben“ oder „Diese Trauer tue ich meiner Frau nie wieder an“, dass sie in die sogenannte Zeugungsverweigerung gehen. Das Wort klingt jetzt so nach Vorsatz, aber das ist es natürlich nicht. Das ist die Macht des Unterbewusstseins. Und genau mit dem arbeite ich dann. Mit Männern und mit Frauen.
Mir ist nämlich wichtig, dass der Kinderwunsch weitergeht und sich erfüllt. Wenn jedoch solch ein Erlebnis den weiteren Kinderwunsch stört, finde ich, sollte man es aufarbeiten.
Das geht sehr liebevoll und absolut undramatisch und tut unfassbar gut, weil man sich danach „aufgeräumt“ fühlt, erleichtert. So berichten es mir meine Kundinnen danach immer. Das heißt nicht, dass es nicht bewegend und damit auch ein bisschen anstrengend ist, hat aber einen absolut lohnenswerten Effekt.
Wenn ich dir helfen darf, sag mir gerne Bescheid
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